DAN ARIELY / JEFF KREISLER: TEUER IST RELATIV. WARUM WIR NICHT MIT GELD UMGEHEN KÖNNEN.

Berlin 2018.

Wer wie ich einmal die Gelegenheit hatte, Dan Ariely live in einem Vortrag zu erleben, der wird sich auch vorstellen können, wie anschaulich Ariely anhand persönlicher wie alltäglicher Beispiele und Beobachtungen unseren Umgang mit Geld schildert. Dabei ist die Perspektive vor allem die eines Verhaltensökonomen: Ariely und sein Ko-Autor Jeff Kaiser wundern sich darüber, dass Menschen gar nicht so rational mit Geld umgehen und Produkte und Services gar nicht so sachlich und nüchtern bewerten, wie es zum Beispiel die (neo-) klassische ökonomische Theorie vorhersagt. Man kann sich sehr schön in das Buch von Ariely und Kreisler vertiefen und sich mit ihnen wundern, warum wir manchmal so scheinbar irrational handeln. Für diejenigen, die sich ein wenig mit den Grundzügen der menschlichen Psychologie auseinandergesetzt haben, ist unser Verhalten allerdings gar nicht mehr so überraschend.

Was ich mir persönlich gewünscht hätte: dass die Autoren im Text sehr viel öfter auf die Originalquellen und die Autoren hinweisen, deren empirische Studien sie beschreiben. Richard Thalers „Misbehaving“ ist da ein Vorbild. Aber vielleicht hatte der Econ-Verlag da Zielgruppen im Auge, denen das nicht so wichtig ist.

25.1.2019

Dr. Hans-Christian Riekhof

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