Pricing-Newsletter No. 76 (2023): Was bringen Inhouse-Pricing-Workshops? Mehr Pricing-Kompetenz im Unternehmen aufbauen!

Wie baut man mehr Pricing-Kompetenz im Unternehmen auf? Pricing-Seminare, besonders Inhouse Pricing Workshops, bieten Teilnehmern die Möglichkeit, intensiv und mit hohem Lerneffekt an der Preisstrategie für den eigenen Verantwortungsbereich ihrer Unternehmen zu arbeiten.

Jetzt kostenlosen Zugang erhalten zu allen unseren Pricing Studien, zu unseren Pricing News und zu unseren mehr als 70 Pricing-Newslettern, mit denen Sie zum Pricing Experten werden können.

Gender Pricing – wenn Frauen mehr für die gleichen Produkte zahlen als Männer

Nach wie vor zahlen Frauen deutlich mehr für Rasierer als Männer. Das berichtet die Berliner Zeitung (BZ) und beruft sich auf eine aktuelle Untersuchung der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Marktstichprobe sei bereits zum vierten Mal gemacht worden – die Preisdifferenz habe sich nur wenig verändert.

Bei elf untersuchten Rasierprodukten samt Rasierschaum und einigen Parfüms aus Drogeriemärkten lagen die Preise für die Frauenvarianten demnach durchschnittlich knapp 38 Prozent höher als für die Männer. Die Inhaltsstoffe und Zusammensetzungen der untersuchten Produkte seien dabei nahezu identisch, zitiert die BZ. Verbraucherschützer haben Kosmetik-Hersteller und -Händler aufgefordert, eine Preisdiskriminierung von Frauen zu unterlassen.

Gender Pricing: Unternehmen wissen um die unterschiedliche Zahlungsbereitschaft der Kunden

Pricing-Experte Prof. Dr. Hans-Christian Riekhof von UNICconsult konstatiert hier, dass „Preis-Diskriminierung nichts anderes bedeutet, als dass Unternehmen versuchen, den unterschiedlichen Zahlungsbereitschaften verschiedener Zielgruppen Rechnung zu tragen.“ Das gelte für Männer und Frauen gleichermaßen, ebenso für Jüngere und Ältere, für Wohlsituierte und Menschen mit kleinerem Geldbeutel, für Großstädter und Familien auf dem Lande. „Das werden wir nicht abschaffen können ohne ein staatliches Einheits-Pricing“, sagt Riekhof. „Aber es ist gut, dass es solche Preis-Vergleichsstudien gibt. Ob preisbewusste Frauen jetzt die männlichen Produkte kaufen? Lassen wir uns überraschen.“

 

 

Handelskonzern Carrefour betreibt Pricing Fairness und setzt ein Zeichen gegen Shrinkflation

Der französische Handelskonzern Carrefour präsentiert sich als Kämpfer gegen versteckte und aus Handelssicht unberechtigte Preiserhöhungen. Wie die Lebensmittelzeitung berichtet, werden in seinen Märkten derzeit Produkte gekennzeichnet, die bei weniger Inhalt dasselbe kosten – man spricht dann von Shrinkflation.

Der Filialist versieht dazu eine Reihe von betreffenden Lebensmitteln mit Aufklebern, die die Verbraucher vor den versteckten Preiserhöhungen warnen. Hier zeigt sich einmal mehr, dass der Handel bereit ist, mit den Herstellern auf Konfrontation zu gehen, und gleichzeitig darum bemüht ist, sich als Anwalt der Verbraucher darzustellen.

„In eine ähnliche Richtung ging vor kurzem die Penny-Aktion mit der Headline ‚Die wahren Kosten‘, bei der einige wenige Produkte für begrenzte Zeit mit deutlich höheren Preisen versehen wurden, um die versteckten und indirekten Umweltkosten zum Ausdruck zu bringen. Ein bemerkenswertes Vorgehen, um mediale Aufmerksamkeit zu erreichen“, so Professor Hans-Christian Riekhof.

Links:

Den vollständigen Artikel in der Lebensmitelzeitung lesen Sie hier (Abo):
https://www.lebensmittelzeitung.net/handel/nachrichten/preisstreit-carrefour-warnt-vor-versteckten-preiserhoehungen-173339

Lebensmittelzeitung berichtet über Pricing-Studie 2023

Unter dem Titel „Pricing erhöht seinen Stellenwert“ greift das Fachblatt der Lebensmittelbranche ausführlich die aktuelle, inzwischen fünfte Auflage der empirischen Untersuchung der Privaten Hochschule Göttingen (PFH) auf. Nach 2009, 2012, 2015 und 2018 sind 2023 erneut Pricing-Prozesse in der unternehmerischen Praxis analysiert worden. In der Studie von Pricing-Experte Professor Dr. Hans-Christian Riekhof und Lukas Breustedt werde deutlich, dass Unternehmen dem stategischen Pricing einen höheren Stellenwert beimessen und das Thema im Vergleich zu früheren Untersuchungen an Relevanz zugelegt hat.

Insbesondere durch eine Reihe von Herausforderungen und daraus resultierender Erfordernisse, etwa Lieferengpässe und ungewohnt hohe Inflationsraten, sei diese Entwicklung beschleunigt worden. Allerdings nicht in dem Maße, welches die Experten erwartet hatten. Angesichts der Erfordernisse des Inflation-Pricing habe man damit gerechnet, dass der Stellenwert sehr viel stärker ansteigt, so Riekhof, einer der Autoren der Studie. Lediglich knapp ein Viertel aller befragten Firmenvertreter hätten die Relevanz des strategischen Pricing mit „sehr hoch“ angegeben.

Mehr zur Studie „Pricing-Prozesse in der unternehmerischen Praxis 2023- Riekhof/Breustedt“:
https://www.unicconsult.com/pricing-studie-2023-pfh-private-hochschule-goettingen-legt-neue-empirische-untersuchung-von-pricing-prozessen-in-unternehmen-vor/