Was ist der Unterschied zwischen Premium Pricing und Luxury Pricing? Das kann man sehr schön am Beispiel Ferrari, Porsche und Mercedes sehen, wie es uns Andreas Neuhaus vom Handelsblatt in seinem Artikel anschaulich beschreibt.

„Im Jahr 2023 verkaufte Ferrari knapp 14.000 Autos – Mercedes verkaufte mehr als zwei Millionen. Selbst der Vergleich mit Porsche, wie Ferrari eine ikonische Sportwagenmarke, fällt extrem aus. Porsche verkaufte im vergangenen Jahr 320.000 Autos und damit fast 23 Mal mehr als die Italiener. Das knappe Angebot der Italiener sorgt für einen dauerhaften Nachfrageüberhang. Die Analysten der US-Bank JP Morgan haben ausgerechnet, dass Ferrari-Käufer im Schnitt 24 bis 30 Monate auf ihren Wagen warten. Bei anderen Autobauern liege der Wert bei rund 18 Monaten. Das ermöglicht Ferrari, die Preise immer weiter anzuheben. Laut JP Morgan sind die zuletzt auf den Markt gebrachten Modelle 20 bis 30 Prozent teurer als ihre Vorgänger. Dadurch steigt die Marge immer weiter. Im Jahr 2015 hatte sie noch bei knapp 16 Prozent gelegen, zuletzt waren es fast 28 Prozent. Pro Auto bleiben bei Ferrari mehr als 90.000 Euro Reingewinn hängen.

– Andreas Neuhaus, Handelsblatt-Redakteur im Finanzressort, in „Was Ferrari einzigartig macht – Anleger meiden europäsiche Autoaktien. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Ferrari. Die Italiener sind anderen Herstellern mit ihrem Geschäftsmodell weit überlegen“, Handelsblatt, 11. Dezember 2024, Nr. 240.

Weitere Zitate