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Ersatzteile Fricke Landmaschinen

11.11.2019│ Göttingen – Fricke Landmaschinen über Pricing für Ersatzteile im B2B-Umfeld

Am Montag, 11.11.2019, hat die Private Hochschule Göttingen (PFH) das Unternehmen Fricke zu Besuch. Eine Unternehmensgruppe, die sich auf Landmaschinen, Gartentechnik und Nutzfahrzeuge spezialisiert hat und mit 64 Standorten in 25 Ländern präsent ist. Auf Einladung von Prof. Dr. Hans-Christian Riekhof kommt Kai Ostendorf, Head of Pricing & Material Master Data Management.

In seinem 90-minütigen Vortrag bietet Ostendorf einen Einblick in das Pricing des Großhändlers im B2B-Umfeld – und zwar vor und nach der Implementierung eines Pricing-Tools.

Das Pricing für Ersatzteile ist eine besondere Herausforderung. Dies gilt nicht nur, wenn es wie hier um Landmaschinen geht. Schließlich reicht es nicht aus, in einem einfachen „Herstellkosten plus x“ – Ansatz Produkte anzubieten und abzuwarten, wie die Reaktionen im Markt ausfallen. Webbasierte Plattformen helfen den Abnehmern tendenziell, die Preistransparenz zu vergrößern, aber angesichts der Komplexität und Variantenvielfalt gibt es hier natürliche Grenzen. Das Preisgefüge ist ferner je nach Teilmarkt und Spezialisierungsgrad sehr unterschiedlich, wenn man etwa an Ersatzteile für historische Landmaschinen denkt.

Die OEMs ( Original Equipment Manufacturer) fahren eher eine Hochpreisstrategie für ihre Original-Ersatzteile. Distributeure setzen eigene günstigere Produktlinien dagegen, die sie in China fertigen lassen. Kai Ostendorf beschreibt in seinem Vortrag, wie es gelingen kann, für 11 Millionen Ersatzteile die „richtigen“ Preise zu finden. Dabei kommt ein Pricing-Tool zum Einsatz, das er gemeinsam mit einem externen Dienstleister bei Granit Parts eingeführt hat.

Die PFH freut sich, Interessierte an diesem Abend begrüßen zu dürfen, externe Gäste sind willkommen.

Ort:
PFH Private Hochschule Göttingen
Weender Landstraße 3-7
37073 Göttingen

Datum/Zeit:
Mo, 11.11.2019, 18:00 – 19.30 Uhr

Die Veranstaltung ist kostenlos. Anmeldung ist erforderlich, bitte per Mail an Wieschollek@nullpfh.de.

Foto: Fricke Landmaschinen

Kundendaten Airbus

Airbus zeigt: Kundendaten sind kostbar – auch im B2B-Geschäft

Airbus will künftig von Flugzeug-Wartungsfirmen Geld für den Zugang zu notwendigen Daten verlangen. Das Handelsblatt bezieht sich auf eine Meldung des Fachportals „MRO Network“, demzufolge diese Information zwar noch nicht offiziell bestätigt ist, wohl aber in der Branche bereits für Aufsehen sorgt.

„Dass (Kunden-)Daten einen Wert haben, sollte uns spätestens klar geworden sein, wenn wir die Börsenbewertung von Apple, Google, Facebook, Amazon, Airbnb oder Uber betrachten“, erläutert Hans-Christian Riekhof, Professor für Internationales Marketing an der PFH Private Hochschule Göttingen. Der Wert dieser Unternehmen beruhe in hohem Maße nicht auf physischen Assets. Manche dieser Firmen wiesen gar hohe Verluste aus und erreichten trotzdem hohe Unternehmensbewertungen.

Unternehmen profitieren von kostenlos überlassenen Kundendaten, die sie weiterverkaufen

Den Grund dafür sieht Professor Riekhof im Wert der Kundendaten, über die diese Unternehmen verfügen. Daten, die sie teilweise weiterverkaufen und die ihnen von den Kunden in der Regel kostenlos überlassen werden. „Einen zweiten Aspekt sollte man nicht vollkommen übersehen: schon in der Grundlagenvorlesung zur Volkswirtschaftslehre lernt man, dass man in Monopolsituationen ordentliche Gewinne erwirtschaften kann.“

Dass Daten wertvoll sind, hat sich Riekhof zufolge inzwischen auch im B2B-Geschäft herumgesprochen. „Ein sehr schönes Beispiel ist in dieser Hinsicht Airbus: man liefert sich eine Auseinandersetzung mit den Zulieferern bzw. mit der Wartungsbranche darüber, wer die Daten nutzen darf und wer dafür welchen Preis zahlen muss.“

In den Kundendaten sieht Airbus geistiges Eigentum, das einen Wert darstellt

Laut Bericht des MRO Network sollen die Wartungsfirmen künftig einen bestimmten Prozentsatz des Betrags, den sie selbst den Airlines für die Wartung der Jets in Rechnung stellen, an den europäischen Flugzeugbauer als Datengebühr abführen. Airbus habe bislang wesentliche Daten gratis überlassen, während andere sie für ihr Business nutzten. Airbus sieht in ihnen aber geistiges Eigentum, der einen Wert darstelle, dessen Zugriff künftig mit Nutzungsgebühren honoriert werden müsse.

Wie das Handelsblatt weiter ausführt, gehe es dabei um die künftige Datenhoheit in der Luftfahrt. So wollen neben Airbus auch Boing und Wartungsfirmen wie Lufthansa Technik eine führende Rolle bei der Auswertung der Daten spielen. Airbus etwa will bis Jahresende auf seiner Plattform Skywise 10000 Flugzeuge von 100 Gesellschaften erfassen.

Foto: pixabay.com

Pricing-Seminar-Termine

Die Pricing-Seminar-Termine für 2020 sind da

Das richtige Pricing kann einen erheblichen Effekt auf den Geschäftserfolg, auf Sales und Gewinnmargen haben. Doch noch immer verfügen viele Unternehmen über keine formulierte Pricing-Strategie oder – falls doch – vernachlässigen relevante Aspekte in den Pricing-Prozessen und unterschätzen die Dynamik der Märkte und den Einfluss ihrer Preispolitik.

Den richtigen Umgang mit den Herausforderungen des strategischen Pricing können Teilnehmer auch im Jahr 2020 wieder bei den Seminaren von Hans-Christian Riekhof erlernen. Für das kommende Jahr stehen in Hamburg nach jetzigen Stand vier Termine des langjährig erfahrenen Pricing-Spezialisten zur Auswahl:

am 19./20. März 2020
am 18./19. Juni 2020
am 1./2. Oktober 2020
am 3./4. Dezember 2020

In dem intensiven Seminar vermittelt der Marketing-Professor der Privaten Hochschule Göttingen (PFH) den Teilnehmern relevantes und sofort anwendbares Expertenwissen rund um das strategische Pricing. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlernen praxisnah das Formulieren der Bausteine einer langfristigen Preisstrategie, die richtige Überprüfung der Pricing-Prozesse, wie man die Preiskommunikation verbessert und wie man ein effizientes Preiscontrolling einführt.

Der Veranstaltungsort ist das bewährte Gastwerk Hotel Hamburg. Mit seinem stilvollen Ambiente und idealen Räumlichkeiten, mit seiner angenehmen Ruhe und gutem Service bietet es den idealen Rahmen für das Intensivseminar von Professor Riekhof.

Links:


Erfahren Sie hier mehr zu den Pricing-Seminaren.
Lesen Sie, was bisherige Teilnehmerinnen und Teilnehmer sagen!

Ab sofort können sich Interessierte für eines der Seminare anmelden.
Sichern Sie sich jetzt einen der begehrten Plätze!

Göttinger Marketingtag

Preview zum 7. Göttinger Marketingtag

Für den 7. Göttinger Marketingtag ist jetzt auch ein Video-Preview erschienen. Hier geht es zum Video-Teaser auf Youtube.

Das diesjährige Thema: Marketing in Zeiten des digitalen Aufbruchs. Zu dem Event haben die PFH Private Hochschule Göttingen und Initiator Dr. Hans-Christian Riekhof, Professor für internationales Marketing, erneut hochkarätige Unternehmen mit spannenden Vorträgen eingeladen. Das Spektrum reicht vom Mittelständler bis zum Global Player.

Neben den internationalen Fashion-Unternehmen Hugo Boss und ABOUT YOU sowie den Mittelständlern Einbecker Brauhaus AG und Hörgeräte KIND, bietet auch die exklusive Luxusmarke Bugatti einen spannenden Vortrag. Außerdem: MAN als B2B-Konzern und die Top-Kommunikationsagentur Jung von Matt mit ihrem Beispiel der Berliner Verkehrsbetriebe als regionaler B2C-Dienstleister.

Weitere Informationen und die Programmübersicht

Lidl Digitale Kundenkarte

Pricing bei Lidl: Discounter lockt mit App als digitale Kundenkarte

Lidl testet zurzeit digitale Kundenkarten, mit denen Coupons direkt aufs Mobiltelefon zugestellt werden können. In Berlin und Brandenburg können Kunden die neue Kundenbindungs-App „Lidl Plus“ nutzen. Damit erhalten diese besondere Angebote und Funktionen wie Rabattcoupons, digitale Kassenbons oder den Handzettel bei jedem Einkauf griffbereit. Bemerkenswert sei, dass die Coupons nicht location-bezogen zugestellt werden, sagt Pricing-Experte Hans-Christian Riekhof.

Lidl Digitale Kundenkarte

Die kostenlose, über die App-Stores von Apple und Google erhältliche App dient als digitale Kundenkarte. Lidl hat sich eine Reihe „exklusive Vorteile“ für die Nutzer ausgedacht. Etwa ein 5-Euro-Willkommenscoupon, neue digitale Rabattcoupons für ausgesuchte Produkte und Sparvorteile bei den sogenannten „Lidl Plus Knallern“. Außerdem Rubbellose mit weiteren Coupons und Preisvorteile bei Partnern, z.B. bei Lidl-Fotos, Lidl-Reisen, FlixBus und regionalen, in der App aktivieren Anbietern.

Im Gegenzug erhält der Discountriese wertvolle Kundendaten. Lidl kann hiermit den großen Nachteil des stationären gegenüber dem Online-Handel ausgleichen, wo es gang und gäbe ist, Daten der Kunden zu sammeln und auszuwerten. Auf Basis von daraus erstellten Kundenprofilen kann die App dem Kunden dann Angebote unterbreiten, von denen Lidl annimmt, der Kunde brauche sie gerade zu dieser Zeit.

Mit den Kundendaten sendet Lidl passende Angebote an die App-Nutzer

Dass Kunden auf Basis ihrer Daten unterschiedliche Preise angezeigt bekommen, sei laut Lidl nicht der Fall. Ein Preisunterschied besteht jedoch sehr wohl zugunsten der App-Nutzer – gegenüber Kunden, die die App nicht nutzen.

Mit den digitalen Kundenkarten ist Lidl schneller als z.B. Aldi, der wichtigste Rivale, sagt Hans Christian Riekhof. Der Pricing-Experte findet dabei zum einen interessant, dass für die Verbreitung der App auf verschiedenen lokalen Kanälen geworben wird – hier das Beispiel Out Of Home. Noch bemerkenswerter sei, dass die Coupons nicht location-bezogen zugestellt werden. „Man könnte die Push Notifications ja auch vor dem Store, im Store und vielleicht sogar direkt am Regal zustellen. Das würde unseren Projekterfahrungen zufolge nach die Relevanz – gemessen an Öffnungs- und Einlöseraten – deutlich erhöhen. Vielleicht kommt das ja in der zweiten Ausbaustufe“, so Riekhof.

Welche Kampagnen besonderen Erfolg versprechen, kann man in den News von locandis nachlesen.

Geplant ist übrigens, das Projekt der digitalen Kundenkarte, das gegenwärtig in rund 250 Lidl-Märkten im Pilot-Gebiet Berlin und Brandenburg läuft, im Laufe des Jahres 2020 auf ganz Deutschland auszuweiten.

Hinweis:
Lesen Sie hierzu auch unsere empirische Studie zu Digitalen Kundenkarten in Handel, Sytemgastronomie und Tourismus (Riekhof/Brinkhoff 2018).

Weiterführende Links:

Lidl:
https://unternehmen.lidl.de/pressreleases/190612_lidl-plus

Werben und Verkaufen:
https://www.wuv.de/marketing/lidl_bringt_digitale_kundenkarte_als_app


Foto ganz oben: Lidl Deutschland
Foto: UNICconsult Strategieentwicklung GmbH

Kaufland - Pricing Eigenmarken

Die K-Favourites-Linie: Strategisches Pricing für Eigenmarken bei Kaufland

Der Lebensmittelfilialist Kaufland hat jetzt sein Eigenmarkenangebot erweitert. Rund 160 Artikel bietet die neue
Mehrwertmarke „K-Favourites“. Sie richtet sich an alle Menschen, die sich „im Alltag etwas Besonderes gönnen.“
Die Qualitätsmarke ergänzt das Preisspektrum zwischen Preiseinstieg und Premium.

Die Marke soll einen klaren Mehrwert bieten, etwa außergewöhnliche Zutaten, ein besonderer Produktionsort oder
eine lange Reifezeit. Das Angebot reicht von Nudeln und Fleisch über Chips und Schokolade bis hin zu Molkereiprodukten und Feinkost. Ergänzt wird es durch Produkte aus den Bereichen Tiernahrung und Hygiene. „Eigenmarken sind heute mehr als nur ein Remake von A-Marken. Mit den Top-Produkten von K-Favourites gehen wir unseren eigenen, selbstbewussten Weg“, erklärt Stefan Hüttemeister, Geschäftsführer Markenführung International bei Kaufland.

Pricing bei Eigenmarken: Kaufland besetzt nicht nur die Einstiegspreislagen

Dr. Hans-Christian Riekhof, Professor für Internationales Marketing an der Privaten Hochschule Göttingen, sieht in den Eigenmarken einen zunehmend wichtigen, strategischen Sortimentsbaustein des Einzelhandels. „Sie tragen – wenn man es richtig und vor allem langfristig macht – überproportional zum Unternehmensergebnis bei. Daneben helfen sie, eine Preisarchitektur im Sortiment zu schaffen, in der auch die Einstiegspreislagen angemessen vertreten sind.“ Für den Pricing-Experten sind sie sowohl „sortiments- als auch preisstrategisch eine eminent wichtige Antwort des Handels auf
den Preisdruck im Markt“.

Bemerkenswert an der Kaufland-Strategie, die auch andere Retailer anstrebten, sei, dass mit den Eigenmarken nicht nur die Einstiegspreislagen besetzt würden, sagt Riekhof. „An einer solchen Sortiments- und Preisstrategie wird man langfristig arbeiten müssen, damit sie sich voll auszahlt. Die Markenartikel-Hersteller in den mittleren Preislagen werden es als erstes merken, wenn sie ausgelistet werden.“

Foto: © Kaufland

Weiterführende Links:

Kaufland Homepage:
https://unternehmen.kaufland.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen-detail.y=2019.m=09.n=neue-eigenmarke-k-favourites.html

Lebensmittelpraxis:
h
ttps://lebensmittelpraxis.de/handel-aktuell/25311-k-favourites-kauflands-neue-eigenmarke-2019-09-03-11-12-34.html

Supermarktblog.com:
https://www.supermarktblog.com/2018/09/25/k-favourites-ist-da-jede-woche-eine-neue-kaufland-eigenmarke/

Focus (Vorbericht, 26.03.2019):
https://www.focus.de/finanzen/news/vollsortimenter-und-discounter-kaufland-mit-neuer-mittelpreismarke-favourites_id_8670631.html